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Sant Jordi 2010

Sant Jordi 2010
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Bücher und Rosen

Parada de roses
Rosenstand Foto: Xavier Subias/AGE

Es ist schwer, ein festes Datum zu nennen, an dem mit der Tradition, zu Sant Jordi eine Rose zu verschenken, begonnen wurde. Der Rosenmarkt zu Sant Jordi ist auf jeden Fall seit dem 15. Jahrhundert belegt. Dies legt zwar eine Beziehung zwischen der volkstümlichen Tradition und der Rose als Symbol der höfischen Liebe nahe, die Tradition des Blumenschenkens bestand jedoch bereits vor dem Christentum. Die Römer feierten zum Beispiel um den Monat April herum ein Blumenfest zu Ehren der Göttin Flora.

Das heutige Fest der Rosen geht auf die Zeit des Ständeparlaments „Diputació“ zurück. Adel und Ständevertreter feierten an Sant Jordi eine Messe in der Kapelle des Palasts der Generalitat, in dem auch der Rosenmarkt stattfand.

Zu den beiden mittelalterlichen Traditionen des Rosenschenkens und der Heiligenverehrung sind nach und nach neue Elemente hinzugekommen und der Tag hat sich zu einem bei der gesamten Bevölkerung beliebten volkstümlichen Feiertag entwickelt.



Tag des Buches

Llibres
Bücherstand. Foto: Peter Holmes/AGE

Der Tag des Buches ist eine neuere Tradition. Quellen zufolge wurde er zum ersten Mal am 7. Oktober 1926 begangen. Die ursprüngliche Idee stammte von dem valencianischen Schriftsteller Vicent Clavel Andrés, der in Barcelona wohnte und seine Idee dem Verband der Buchhändler von Barcelona vorschlug. Schon kurze Zeit später, nämlich 1930, wurde der Tag auf den 23. April verlegt, um der Schriftsteller Miguel de Cervantes und William Shakespeare zu gedenken, die beide an diesem Tag im Jahr 1616 - allerdings nach verschiedenen Kalendern - gestorben sind. Der 23. April war ebenfalls Geburts- oder Todestag anderer universeller Schriftsteller wie Josep Pla (†1981), Maurice Druon (*1918), Halldór Laxness (*1902), Vladimir Nabokov (*1899) oder Manuel Mejía Vallejo (*1923).

Das Fest hatte ich Katalonien besonders großen Erfolg, weil es mit den Festivitäten zu Sant Jordi zusammenfiel. Im Rest von Spanien geriet die Initiative bald in Vergessenheit.

Zu Sant Jordi erzielen die Buchhändler einen hohen Abteil ihres gesamten Jahresumsatzes, und Neuerscheinungen, besonders auf Katalanisch, werden von den Verlagen oft kurz vor dem 23. April herausgebracht.

Am 15. November 1995 wurde auf einer UNESCO-Konferenz in Paris der 23. April zum „Welttag des Buches und der Autorenrechte“ erklärt.


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