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Sant Jordi 2010

Sant Jordi 2010
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Legende und Tradition

Die Legende vom heiligen Georg als Drachentöter

Retaule
Jaume Ferrer II.- (15. Jhdt.) Altarbild, katalanische Schule, Rathaus Lleida. Foto: AISA.

Der Legende nach war Sant Jordi, wie der heilige Georg in Katalonien genannt wird, ein römischer Soldat, der im 3. Jahrhundert n. Chr. in Kappadokien/Byzanz (in der heutigen Türkei) geboren wurde. Der spätere Heilige, der unter Kaiser Diokletian diente, weigerte sich den Befehl des Kaisers zur Verfolgung der Christen auszuführen und wurde deshalb als Märtryrer von seinen Zeitgenossen geköpft. Schon bald nach seinem Tod wurde er im Osten des römischen Reich als Märtyrer verehrt und nach und nach bildeten sich fantastische Sagen um seine Gestalt.

Die Geschichte vom heiligen Georg als Drachentöter war in ganz Europa ab dem 9. Jahrhundert unter dem Namen "Legenda aurea" bekannt, die von dem Erzbischof von Genua Iacopo da Varazze (auf Lateinisch Iacobus de Voragine) im Jahr 1264 in sein Buch "Legenda sanctorum" aufgenommen wurde. In dieser Version trägt sich die Geschichte jedoch im heutigen Lybien zu.

Die Version der Legende, die in Katalonien am weitesten verbreitet ist, erzählt, dass es im Ort Montblanc (Conca de Barberà) einst einen schrecklichen Drachen gab. der Menschen und Tiere bedrohte. Um ihn zu besänftigen, wurde per Los eine Person bestimmt, die der Bestie geopfert wurde. Eines Tages fiel das Los auf die Tochter des Königs. Und diese wäre sicher auch der Bestie zum Opfer gefallen, wenn sich nicht der heilige Georg in Gestalt eines tapferen Ritters dem Drachen entgegen gestellt und ihn erledigt hätte. Die Legende erzählt weiter, dass aus dem vergossenen Blut ein wunderschöner Rosenstock gewachsen ist.

Diese Version der Legende ist mit leichten Abwandlungen auch in England, Portugal und Griechenland bekannt.


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